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DAS KÜNSTLERISCHE PROJEKT

Les Machines de l’île sind ein völlig neuartiges Kunstprojekt, das dem Ideenreichtum von François Delarozière und Pierre Orefice zu verdanken ist. Auf dem bemerkenswerten Gelände der ehemaligen Werften begegnen sich die imaginären Welten von Jules Verne, das mechanische Universum von Leonardo da Vinci und die industrielle Vergangenheit der Stadt Nantes.

Seltsame Maschinen bevölkern die Ile de Nantes. Diese außergewöhnlichen Maschinen entstehen unter den Händen der Konstrukteure der Künstlergruppe La Machine. Unter den Augen des Publikums und zwischen den Exemplaren der Machines de l’île erwachen sie zum Leben. Ihr Kommen und Gehen zwischen der Konstruktionswerkstatt und der Galerie bringt das Treiben im Herzen der ehemaligen Dubigeon-Werft in Schwung. Sie schenken dieser Insel eine geheimnisvolle Realität wie zu den Zeiten, als von hier Schiffe zu Reisen in alle Welt vom Stapel gelassen wurden.

Den Entstehungsprozess zeigen
Die beiden Ideengeber haben sich dazu entschieden, den gesamten Entstehungsprozess zu zeigen, angefangen bei den ersten Entwürfen von François Delarozière. Die Materialien sind roh, und die Mechanismen sichtbar. Die Gesten der Konstrukteure sind an allen Skulpturen zu sehen, ob aus Eisen oder Holz. Der Blick in den laufenden Betrieb der Werkstatt von La Machine ergänzt dieses ganz neue, spielerische und pädagogische Besuchsspektakel.

Eine von Maschinisten erzählte Geschichte
Die Maschinenbediener stehen im Dienst der Maschinen, die sie in Bewegung setzen und denen sie so Leben einhauchen. Dabei erläutern sie die Funktionsweise und die Geschichte des Projekts. Der Besuch wird von den Vorführungen und dem Erwecken der Maschinen begleitet, die sich in Tiere oder Monster verwandeln.
Deshalb richtet sich die Welt der Machines an alle Generationen und ist dabei ideal für Familien- und Gruppenausflüge. Der Übergang zwischen der Erwachsenen- und der Kinderwelt ist fließend.  Die Eltern sind nicht nur besorgte Aufpasser ihrer Kinder, sondern machen die Reise mit und entdecken hinter dem Tier die Funktionsweise der Maschine.

Die Co-Autoren

Pierre Orefice et François Delarozière, co-auteurs des Machines de l’île

 

Pierre Orefice
Mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und ehemals Student der Politikwissenschaften in Paris war Pierre Orefice von 1985 vus 1998 Produzent und Verwaltungsleiter von Royal de Luxe, der Straßentheater-Gruppe, die seit 1989 in Nantes beheimatet ist. Außerdem hat er das Projekt Cargo 92 mitgeleitet. Der Frachter Melquiades-Ville de Nantes hatte vier französische Kompanien an Bord – Royal de Luxe, Mano Négra, Philippe Découflé und Philippe Genty – und fuhr mit ihnen acht südamerikanische Häfen an.
Von 1998 bis 2007 war Pierre Orefice künstlerischer Leiter der Gesellschaft Manaus, die Spektakel und Events für den öffentlichen Raum konzipiert und produziert hat. In dieser Funktion wurde er von den Städten Antwerpen und dann Nantes beauftragt, die Veranstaltungen zum Übergang ins 3. Jahrtausend zu leiten, die am 31. Dezember 1999 und 2000 stattfanden. Im Jahr 2004 erschuf er ein Nanteser Event anlässlich der Floralies und pflanzte « den grünen Hafen der île Feydeau », dann, im Jahr 2009, die « Gärten am Kai » am Ceineray-Becken. Seit dem Jahr 2013 ist diese Bepflanzung im Rahmen von Green Capital permanent zu sehen. Manaus war seit 2001 für die externe Darstellung des Staates Groland zuständig, insbesondere während des Comic-Festivals in Angoulême 2004, bei dem Groland Ehrengastland war.
Als Mit-Schöpfer des Projekts Les Machines de l’île übernimmt er 2007 dessen Leitung und dann auch die der Nefs, deren saisonales Kulturprogramm er verantwortet: Printemps des Nefs, Été indien aux Nefs, Noël aux Nefs (Theater, Musik, Zirkus, Tanz, …) und den Nantes Maker Campus.
Er überträgt den Fonds zur finanziellen Ausstattung des Reiherbaums (Arbre aux Hérons), der 2017 von Nantes Métropole geschaffen wurde, um das Projekt mitzusteuern.

François Delaroziere
Nach seinem Kunst-Diplom in Marseille, gründet François Delaroziere im Jahr 1999 den Verein La Machine für Bühnenbau am Theater, Fahrgeschäfte und Event-Maschinen. Als Künstlerischer Leiter der Gruppe beschäftigt er sich ohne Unterlass mit der Kunst der bewegten Maschinen und ihrer Fähigkeit, beim Betrachter Emotionen auszulösen.
Im Jahr 2003 erschaffen François Delaroziere und Pierre Orefice Les Machines de l’île und begleiten damit die Stadterneuerung an der Westspitze der Ile de Nantes, die von Alexandre Chémetoff geleitet wird. Dieses touristische und kulturelle Inventar ebnet den Weg zu den « machines de villes », dauerhaften mobilen Architekturen, die den urbanen Raum in Bewegung versetzen.
Mit Patrick Bouchain nimmt er außerdem im Jahr 2005 an den Umbaumaßnahmen des Channel teil, der Nationalbühne von Calais.
Im Jahr 2013 erfindet er das Projekt Les animaux de la place in La Roche-sur-Yon.
Und neue dauerhafte Maschinen-Projekte werden bald entstehen. Zunächst in Nantes mit dem Arbre aux Hérons (Reiherbaum), dessen Co-Autor und Konstrukteur er sein wird. Dann wird es in Toulouse und Calais in 2018 bzw. 2019 neue Kreationen geben.
François Delaroziere ist auch Bühnenbildner und Regisseur. So hat er Le Grand Répertoire – Machines de spectacle initiiert, ein Ausstellungsevent, das zwischen 2003 und 2006 aufgeführt wurde. Immer noch 2003 erschafft er gemeinsam mit Mino Malan La Symphonie Mécanique und vereint dabei klassische Musik mit mechanischen Klängen. Les Mécaniques Savantes werden im Jahr 2008 weltweit exklusiv für Liverpool, damals europäische Kulturhauptstadt, präsentiert. Dieses mechanische Bestiarium wird im darauffolgenden Jahr in Japan gezeigt, anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Hafens von Yokohama. 2010 kommt eine weitere Aufführung hinzu: Le Dîner des petites mécaniques erfindet die Tischkultur neu, während L’Expédition végétale mit seinen botanischen Wissenschaftler gleichzeitig durchstartet.

LongMa Jing Shen, seine letzte Schöpfung, setzt zum 50-jährigen Jubiläum der französisch-chinesischen Diplomatie in Peking 2014 ein « Drachen-Pferd » in Szene. Seither war die Maschine in Nantes, Calais und Ottawa zu sehen.